Godesberger Schachklub 1929 e.V.

Jahreshauptversammlung 2000

Die diesjährige Jahreshauptversammlung war gut besucht. Sie verlief in großer Harmonie. Etwa die Hälfte der stimmberechtigten in der Region Bonn wohnenden Mitglieder war erschienen. Der 1. Vorsitzende Dr. Müller-Using zog Bilanz. Auf den Inhalt des schriftlichen Vorstandsberichtes (während der Sitzung verteilt) wird verwiesen. Überstücke liegen (solange der Vorrat reicht) im Klublokal aus. Gleichzeitig nahm er Bezug auf die 16. Ausgabe des GSK-Archivs, der Jahresausgabe unserer Klubzeitschrift, die ebenfalls zur Sitzung vorlag. Auch davon sind noch Exemplare vorhanden.

Für langjährige Mitgliedschaft wurden Hans Peter Forsbach (30), Gottfried Schumacher (25) und André Schulz (25) geehrt. Urkunden erhielten auch Klubmeister Dennis Breder (der seinen Titel verteidigte), Blitzmeister Bodo Schmidt, Pokalmeister Anton Braun (nebst großem von Paul Leyendeckers vor über 25 Jahren gestifteten Pokal) und Schnellschachmeister Dennis Breder. Außerdem Robert Philipowski für seinen Grand-Prix-Sieg (Turnier der GSK-Meister) 1999.

Ehrend erwähnt wurde die Silbermedaille von Rustem Dautov mit der Deutschen Nationalmannschaft und die kurzfristig zu erwartende, vom Deutschen Schachbund schon angekündigte Verleihung des Titel eines Internationalen Meisters an Dennis Breder. Lob auch an Hans Lotzien für das seltene Double eines Sieges in den Einzel- und Pokalmeisterschaften des SB Bonn. Anerkennende Worte auch an Robert Philipowski für die ersten Plätze bei den Einzelmeisterschaften im SB NRW (Jugend) und SVM sowie den hervorragenden vierten Platz bei der Einzelmeisterschaft im SB NRW.

Die Rechnungsprüfer Stehr und Biedeköpper erstatteten einen positiven Bericht. Nach lebhafter Beratung der Jahresrechnung für 2000 (Tischvorlage) wurde dem Vorstand einstimmig Entlastung erteilt.

Eingehend befasste sich das Plenum mit dem Haushaltsplan für das Jahr 2001. Zur Deckung des Defizits von rund 2.700 DM und zur Vermeidung von Engpässen, nicht zuletzt auch für die Anschaffung von weiterem Spielmaterial als Ersatz, wurde der Jahresbeitrag für die voll zahlenden Mitglieder von 180 DM auf 200 DM erhöht. Unter Darlegung des Grundes kann jedes Mitglied den Vorstand bitten, von der Erhöhung, z.B. aus wirtschaftlichem Anlass, Abstand zu nehmen.

Im Amt für ein weiteres Jahr bestätigt wurde der Turnierausschuss (Scheumann, Mielke, Blum). Zum neuen Kassenprüfer wählte die Versammlung für 2 Jahre Joachim Scheumann.

Weit über 600 DM spendeten die Anwesenden spontan als Reisekostenzuschuss für die 1. Jugendmannschaft, die nun vom 26. bis 30.12.2000 in Neumünster versuchen wird, den 1999 errungenen Titel eines Deutschen Jugendmannschaftsmeisters (U20) zu verteidigen. Das wird sehr schwer, denn in der Rangliste nach Elo/DWZ ist der GSK nur die Nr. 6 unter 14 Teilnehmern.

Unter dem TO Punkt Verschiedenes gab Spielleiter Günter Poell eine persönliche Erklärung ab, die nachstehend abgedruckt ist.

Liebe Schachfreunde,
im Dezember 1956, also vor jetzt 44 Jahren, hat man mir im GSK das erste Vorstandsamt, den Posten des Jugendwartes übertragen. Ich war damals 25 Jahre alt. Sie können also unschwer errechnen, welchen "runden" Geburtstag ich am 19.4. des kommenden Jahres begehe.

Ich meine: Über vier Jahrzehnte Vorstandsarbeit sind genug. Deshalb habe ich mich entschlossen, bei der nächsten Wahl in einem Jahr nicht mehr zu kandidieren. Schon heute gebe ich dies bekannt, damit der Klub sich darauf einstellen kann. Sie haben jetzt ein Jahr Zeit in Ruhe einen Nachfolger unter 160 Mitgliedern zu finden.

Ich weiß, dass ein solcher Wechsel Probleme bereiten kann. Deshalb erkläre ich mich auch schon heute bereit, denjenigen, der sich bereit findet, einzuarbeiten und ihm auch später, wenn gewünscht, mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Gerne will ich auch weiter die Presse betreuen und das GSK-Archiv nebst GSK-Online-Service herausgeben. Aber alles ohne dem Vorstand noch anzugehören.

Meine Entscheidung habe ich nach reiflicher Überlegung in der Erkenntnis getroffen, dass der GSK möglicherweise Schaden nimmt, wenn jemand wie ich, auf den sich viel im Klub konzentriert, einmal (wie geschehen) ausfällt. Damit muss man immer wieder rechnen und rechtzeitig vorsorgen. Ich hoffe, Sie sehen das auch so und reffen eine gute Wahl.

Ich habe mit Herrn Dr. Müller-Using gesprochen und mich bereit erklärt, die neue Spielzeit, die am 1. Oktober beginnt, hinsichtlich der büromäßigen Erledigung noch vorzubereiten. Dann aber muss der Nachfolger schon den Start begleiten und auf dem bisher Erreichten aufbauen. Ich denke, dass ist ein guter Vorschlag.

Mit fällt diese Entscheidung nicht leicht. Sie wissen, ich habe den GSK immer als ein Teil meines schönen Lebens gesehen. Aber....
Es muss sein und zwar jetzt. Vielen Dank.

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zuletzt geändert am 20. Dezember 2000