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GSK 6. Mannschaft

Bezirksliga Bonn 2010/2011

Bericht Runde 8

Godesberger SK VI - Rheinbacher SF II (2½ : 5½)


 

GSK VI geht zurück in die Bezirksklasse

   Godesberger SK VI               2½ : 5½   Rheinbacher SF II
1. Große-Gehling,Thomas (1697-8)    0 : 1    Ebert,Mario            (1906-57)
2. Schüssler,Lothar,Dr. (1812-59)   ½ : ½    Adimi,Shahriar         (1878-13)
3. Poell,Günter         (1715-131)  ½ : ½    Müller,Achim           (1844-69)
4. Eckermann,Jürgen     (1709-277)  ½ : ½    Rupprecht,Wilfried,Dr. (1770-14)
5. Senkowski,Michael    (1669-28)   0 : 1    Kohlhas,Christopher    (1807-57)
6. Barning,Gerhard      (1665-95)   0 : 1    Jonas,Rainer           (1748-68)
7. Selter,Kurt          (1597-49)   0 : 1    Klos,Stephan           (1634-15)
8. Vogelgesang,Eckart   (1708-27)   1 : 0    Walfort,Ralf           (1858-48)

In der achten Runde ist nun auch theoretisch das eingetreten, was von Anfang an zu befürchten war und sich seit geraumer Zeit abgezeichnet hatte: GSK VI kann die starke Bezirksliga nicht halten und steigt nun nach nur einem Jahr wieder zur Bezirksklasse ab.

Zu Gast am 27. März war mit Rheinbach II kein geringerer als der derzeitige Tabellenführer mit bislang lediglich zwei Minuspunkten. Da nutzte es auch nicht viel, in Bestbesetzung angetreten zu sein, denn Rheinbach war ebenfalls stark aufgestellt, um ihrerseits den Aufstieg an diesem Tage perfekt zu machen.

Der Kampf verlief in völliger Analogie zu so mach einer anderen Runde dieser Saison und zeigt mir deutlich, weshalb wir in dieser Liga wohl fehl am Platze sind, will man es so drastisch ausdrücken.

Bis ins weite Mittelspiel rein standen fast alle Partien recht gut und mitunter auch mit leichten Vorteilen sogar auf unserer Seite. Doch dann ging es auf einmal Schlag auf Schlag und der scheinbar so aussichtsreiche Kampf war binnen Minuten den redensartlichen Bach herunter gegangen.

So verlief es auch an diesem Sonntag: Zwar verlor Kurt Selter schon sehr früh, doch die anderen Bretter ließen allen Grund zur Hoffnung. Gerhard Barning hatte einen Bauern weniger, aber positionell spielte er wohl ausgezeichnet.

Es folgte ein unspektakuläres Remis von Jürgen Eckermann gegen einen von der Wertungszahl her überlegenen Gegner. Als Dr. Lothar Schüssler gegen Adimi, seit Jahren häufiger Gast bei Blitzurnieren, ein weiteres Remis beisteuerte, stand es 1:2 und noch war der Mannschaftskampf in beide Richtungen offen.

Eine Wende brachte jetzt mit Sicherheit die überraschende Niederlage von Gerhard Barning, der zu diesem Zeitpunkt sogar fast schon auf Gewinn stand. Diese ließ den Rückstand auf zwei Punkte Differenz ansteigen und ließ meinen Optimismus langsam aber sicher gegen Null sinken.

Eine ähnlich unnötige Niederlage musste auch ich hinnehmen. Mit einem Bauern Vorsprung und einem sehr aktiven Spiel meiner Dame hatte ich eigentlich alle Chancen, einen vollen Punkt einzufahren. Dann ließ ich meinem Gegner ein Schachangebot zu und anschließend war die Springergabel mit Turmverlust nicht mehr abzuwenden. Ein für unsere desolate Spielzeit charakteristischer Partieverlust, denn auch dieser war nur auf fehlende Konzentration bis zum Partie-Ende zurückzuführen. Mindestens das Remis wäre auch gegen einen über 100 DWZ-Punkte stärkeren Gegner hier möglich gewesen.

Diese Feststellung gilt auch für Thomas Große-Gehling am Spitzenbrett: Er spielte sehr souverän gegen »GSK-Open-Dauer-Teilnehmer« Mario Ebert und stellte seine Partie schlussendlich dann doch ein. Auch er hätte sich die Spielzeit sicherlich ganz anders vorgestellt. Aber es zeigt, dass wir an den oberen Brettern diesmal einfach zu schwach aufgestellt waren, was auch mich ein wenig erstaunt.

Ein Einzelerfolg allerdings sollte dann doch noch folgen: Er wurde durch Eckhard Vogelgesang am letzten Brett durch Überschreitung der gegnerischen Zeit sichergestellt. Allerdings hätte er diesen Erfolg gewiss auch spielerisch erreicht, er stand einfach besser.

Wenig später remisierten Günter Poell und Achim Müller in ausgeglichener und vor allem extrem geschlossener Stellung. Hier hätte man sicher noch ewig weiterspielen können ohne dass jemand einen deutlichen Vorteil erlangt hätte.

Nun stand wieder mal eine 2,5:5,5 Niederlage, die dem Kampf zumindest zwischenzeitlich nicht gerecht wurde, zu Buche: Aber eine vorteilige Partie muss halt zu Ende gespielt werden und damit hatten wir an diesem Tage mal wieder so einige Probleme. Anders Rheinbach II, denen ich zum Aufstieg gratulieren konnte. Ob man ihn annehme, das wisse man noch nicht, so Kapitän Rainer Jonas.

Wir finden uns mit 2:14 Punkten deutlich am Tabellenende wieder, um den zweiten Abstiegsplatz wird es dagegen noch sehr eng. Nächste Woche findet die letzte Runde statt, wir fahren nach Troisdorf, die auch noch nicht endgültig gerettet sind. Alleine um einer Wettbewerbsverzerrung zu entgehen, werden wir da nochmals unser bestes geben, auch wenn dies bislang meistens nicht mehr als eine nicht allzu hohe Niederlage bedeutet hatte.

GSK VII spielte parallel ihren Kampf 4:4 gegen starke »Maulwürfe«. Erfreulich, wie sich dieses Team dort hält und sich damit zu Recht in der kommenden Spielzeit GSK VI nennen darf.

Wir jedenfalls freuen uns auf das Ende einer nicht besonders erfreulichen Saison und versuchen unser Glück in der kommenden Spielzeit wieder in der Bezirksklasse, in der wir wohl besser aufgehoben sind und wohl wieder zu alter Stärke zurückfinden werden. Dann gibt es hoffentlich auch wieder etwas erfreulichere Dinge für den Unterzeichner zu berichten und die Freude am Schach nimmt dann sicher auch wieder den Platz der Frustration ein, die doch gerade in den letzten Kämpfen bei vielen Akteuren zu vernehmen war.

Michael Senkowski
MF GSK VI

 

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zuletzt geändert am 30. März 2011