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GSK 3. Mannschaft

Regionalliga SVM 2011/2012

Bericht Runde 2

Godesberger SK III - SF Köln-Mülheim I (5 : 3)

 


Ein verdienter Sieg nach hartem, fast sechsstündigen Kampf!

Die Schachfreunde von Köln-Mülheim I reisten an diesem sonnigen NRW-Tag fast in Bestbesetzung an! Aber auch GSK III konnte trotz vieler Absagen dank der aus GSK IV aushelfenden Sebastian Brandt und Martin Wecker eine gute Mannschaft aufbieten, so dass wir bis auf Brett 1 an allen Brettern einen leichten DWZ-Vorteil hatten.

Schon in der dritten Stunde erzielten wir die Führung. Sebastian Brandt und Michael Müller-Boge konnten nach »Einstellern« ihrer Gegner die ersten beiden Punkte erzielen. Die nächsten Entscheidungen fielen aber erst in der Zeitnotphase, leider auch zulasten von Jan Mantau.

Er hatte sich prächtig verteidigt, jegliche Mattdrohungen abgewehrt und nach Einsammeln einiger Bauern bereits das für einen Erfolg notwendige Abtauschen der Figuren eingeleitet, unterließ es aber den zweiten Turm zu tauschen. Beide befanden sich in arger Zeitnot, weniger als eine Minute für die letzten Züge vor der Zeitkontrolle. Zwei Grundreihenschachs, eins von links mit der Dame, eins von rechts mit dem Turm direkt neben dem König, so dass die beim ersten Schach das Matt verhindernde Dame nicht mehr durch den eigenen König gedeckt werden konnte. Das kostete die Dame gegen Turm und damit auch die Partie!

Das zweite nicht ganz so kritische Zeitnotduell konnte Wolfram Kummer aber für sich entscheiden. Mit den weißen Steinen opferte er einen Bauern, um nachhaltig Initiative zu erhalten. Dennoch waren die Verhältnisse so klar nicht. Nach Rückgewinn des Bauern und besserer Figurenstellung lehnte Wolfram selbstbewusst ein Remisangebot ab, was auch belohnt wurde, denn schließlich wehrte der Gegner weder einen Figurenverlust noch das Matt ab!

3:1 nach der Zeitnotphase hört sich gut an, aber Zittern war für die Zuschauer angesagt! Alle Partien erschienen unklar, wenn auch nicht alle zwingend schlechter.

Peteris Sondors hatte nicht seinen besten Tag. In aussichtsreicher Angriffsstellung übersah er einen Qualitätsverlust. Obwohl er weiterhin viel Druck auf die gegnerische Königsstellung ausübte, konnte er nicht mehr ausgleichen und musste nach fünf Stunden die Hand zur Aufgabe reichen.

Johannes Florstedt spielte mit den schwarzen Steinen wie immer sehr ideenreich. Optisch schien er seinen Gegner überspielt zu haben. Dieser wehrte sich jedoch mit allen Kräften, gab schließlich die Qualität für einen und schließlich sogar zwei Bauern. Er kreierte fürchterliche Mattbilder: dem eingeengten schwarzen König drohte, mit Läufer- oder Bauernschach Matt gesetzt zu werden. Johannes meisterte diese Situation und konnte schließlich ein Remis vereinbaren.

Die letzten beiden Partien dauerten fast sechs Stunden! Martin Wecker musste ein Turmendspiel aushalten mit zwei gegen drei Bauern auf demselben Flügel. Dies schien aufgrund der Königstellung klar Remis, aber der Gegner, wohl auch aufgrund des Spielstandes machte Zug um Zug - gefühlt so um die tausend -, um einen Fehler zu erzwingen, was Martin jedoch nicht beeindruckte. Auch die 50-Züge Regel ließ der Gegner nicht zu, da er schließlich Türme und Bauern tauschte. Kurz vor Ende der Zeit setzte er Martin bei einem noch verbliebenen Bauern dann aber doch Patt! Damit 4:3.

Uwe Schenk hatte einen wehrhaften Gegner, der trotz Uwes Angriffsbemühungen nur schwer Vorteile zuließ. Schließlich entstand ein Doppelturmendspiel mit vielen Bauern. Da Uwes König von gegnerischen und eigenen Bauern umkreist war, drohte ihm, obwohl in der Mitte stehend, immer wieder Matt, was nur durch wiederholtes Dazwischen-Ziehen eines Turmes abgewendet werden konnte. Wir hatten uns schon auf ein Remis eingestellt. Aber nachdem ein Turm abgetauscht war, Uwe mit seinem Turm über die h-Linie in die gegnerische Bauernstellung eindringen konnte, hatte er Vorteile, die er auch materiell mit einem und schließlich einem zweiten Bauerngewinn zu einem Punktgewinn umsetzen konnte.

Er setzte damit einen schönen Schlusspunkt an einem sonnigen Tag, den man lieber draußen hätte verbringen wollen. Allerdings, ein wenig entschädigt durch den doppelten Punktgewinn, der für die Saison hoffen lässt. Insgesamt eine gute geschlossene Leistung der Mannschaft. Weiter so!

Dank an Sebastian Brandt und Martin Wecker, nicht nur für ihre schachlichen Leistungen, sondern auch ihre helfenden Hände beim Abbau im Pfarrheim.

Michael Müller-Boge
MF Vertreter GSK III

 

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zuletzt geändert am 27. Oktober 2011