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DVM U20 in Neumünster

vom 26. - 30. Dezember 2000

GSK-Jugend wird Deutscher Vizemeister !

[ Tabelle | Einzelergebnisse | DWZ-Auswertung | Partien ]

Mit einem großartigen Erfolg kehrte die erste Jugendmannschaft des GSK von der 27. Deutschen Meisterschaft für Vereins-Jugendmannschaften U20, die vom 26. - 30.12.2000 in Neumünster (Schleswig-Holstein) stattfand, zurück. Mit einer nicht erwarteten bravourösen Leistung konnte sie hinter dem überragenden Abonnementsmeister SG Bochum 31 einen hervorragenden zweiten Platz belegen.

Der GSK bot eine geschlossen gute Mannschaftsleistung. Aus ihr ragten heraus Dennis Breder (4.5:1.5) am Spitzenbrett mit drei Siegen, drei Remis und keiner Niederlage, sowie Jan Kopp (4.0:2.0) mit drei Siegen, zwei Unentschieden und nur einer Verlustpartie. Ferner wirkten mit Robert Philipowski (3:3), Dennis Schumacher (2:4), Elena Kouznetsova (3.5:2.5), Michael Blum (1.5:2.5) und Martin Raabe (1.5 :0.5).

Zu diesem schönen Erfolg hat nicht unwesentlich der MF und Trainer des GSK-Teams, GM Rustem Dautov, der kurzfristig für den beruflich verhinderten und etatmäßigen Trainer FM Thomas Jackelen eingesprungen ist, beigetragen. Rustem Dautov stellte die Mannschaft taktisch hervorragend ein und bereitete die einzelnen Spieler ausgezeichnet vor. Ihm und dem (ungenannten) GSK-Mitglied, das seine Verpflichtung finanziell ermöglicht hat, sei von dieser Stelle aus namens der erfolgreichen Mannschaft und des gesamten Vereins ein herzliches Dankeschön gesagt.

Nachfolgend ein kurzer Reisebericht:

- Von Norbert Breder (GSK-Betreuer) -

1. Tag (26.12.):

Frühmorgens am 2. Weihnachtstag, viele Menschen schliefen noch, es hatte über Nacht in Bonn und Umgebung geschneit und die Straßen waren noch glatt, da machten sich 7 GSK-Jugendspieler, der Berichterstatter (als Organisator und Betreuer) sowie unser GM Rustem Dautov (vom Ibis-Hotel in Bonn kommend) auf den Weg zum Bonner Hauptbahnhof. Trotz der widrigen Straßenverhältnisse kamen alle rechtzeitig an und pünktlich um 8.45 Uhr ging es mit dem IC los in Richtung Neumünster, Fahrzeit 5¼ Stunden, Ankunft 14.oo Uhr in Neumünster. Genug Zeit für Rustem, um allen Spielern auf den Zahn zu fühlen. Er hatte nämlich im Benehmen mit Thomas Jackelen eine Analyse von allen Spielern erstellt. Wir hatten 2 Abteile für uns reservieren lassen. In dem einen Abteil regierte Rustem. Gegenüber Rustem wurde ein freier Sitzplatz gelassen, auf dem abwechselnd alle Spieler Platz nehmen durften (von mir scherzhaft »Beichtstuhl« genannt), um mit ihm über ihre Schwächen und Stärken (nur im Schach!) zu sprechen. Dabei ging es aber sehr lustig und humorvoll zu. Kurz vor der Ankunft in Neumünster hatte Rustem seine erste Mannschaftsvorbereitung abgeschlossen. Damit von Anfang an ein gewisses Vertrauensverhältnis zwischen Spieler und Trainer gegeben war, durften wir alle unseren GM mit Rustem anreden.

Am Bahnhof in Neumünster wurden wir mit Privat-PKW’s des Ausrichters, dem SC Meerbauer Kiel, freundlicherweise abgeholt und in unsere Unterkunft gefahren, die den interessanten Namen »Kiek In« (ehemals Haus der Jugend) trug. Das Kiek In hat sich inzwischen zum größten Veranstaltungs- und Freizeitzentrum für Gruppen bis zu 350 Teilnehmern der Stadt Neumünster entwickelt.

Schnell waren vom Ausrichter die Zimmer vergeben; Rustem erhielt das Einzelzimmer, der Berichterstatter (wegen seines Sägewerks) mit Sohn Dennis das Zweibettzimmer und die übrigen Spieler das sehr geräumige Fünfbettzimmer. Elena wurde separat bei den Mädchen untergebracht. Verpflegung und insbesondere Unterkunft waren zwar mit der DLA in Bonn-Röttgen nicht vergleichbar, aber zufriedenstellend.

Um 16.00 Uhr war die Betreuerbesprechung, in der die tatsächlich angereisten Spieler für die endgültige Setzliste gemeldet werden mussten. Dort trat die erste Überraschung ein. Man eröffnete den MF und Betreuern, dass kurzfristig die 14. Mannschaft (SF Fürth) wegen eines tragischen Todesfalles des Betreuers abgesagt habe. Turnierleitung und Ausrichter versprachen, sich innerhalb der nächsten 2 Stunden um eine nachrückende Mannschaft zu bemühen, (um möglichst ein Freilos wegen der ungeraden Anzahl von Mannschaften zu vermeiden), was aber leider in der Kürze der Zeit nicht möglich war. In der Setzliste rückte der GSK nun von Rang 6 auf Rang 4 vor, weil einige Mannschaften ohne ihre Spitzenspieler (z.B. Porz ohne F. Handke und Bochum ohne M. Senff) anreisten und der auf Rang 3 gesetzte SV Empor Erfurt ohne seine Spitzenspieler (Pähtz u. Co. spielen dem Vernehmen nach nur noch für Cash) auf Rang 13 zurückfiel. Es blieben nunmehr 13 Mannschaften. Die jeweils für das Freilos vorgesehene Mannschaft erhielt kampflos 2 Mannschaftspunkte und 6 Brettpunkte zugesprochen (was zu zahlreichen Diskussionen Anlass gab, aber die Turnierleitung hatte keine bessere Lösung parat).

Um 18 Uhr, eine Stunde später als vorgesehen, begann nun das Turnier, und erst ein paar Minuten vor Spielbeginn stand die Auslosung fest (Spielende: 23 Uhr).

1. Runde (18.00 Uhr):

(10.) SK König Tegel-Berlin (2007)  –  (4.) GSK (2104) 2,5 – 3,5

Auf dem Papier waren wir fast an allen Brettern stärker besetzt. Aber es begann mit einer bösen Überraschung. Robert verlor ziemlich überraschend für uns, damit 0 : 1. Michael schloss sich dem an, obwohl er besser stand, verlor er durch Zeitablauf (keine 40 Züge), schon stand es 0 : 2 gegen uns. Danach reichte es bei Jan an Brett 6 nur zu einem Remis, bei einem Stande von 0,5 : 2,5 wurde es nun ernst für uns. Aber in einer wahren Zeitnotschlacht zum Ende des Matches siegten fast gleichzeitig Dennis, Schumi und Elena. Wir gewannen damit ganz knapp mit 3,5 : 2,5 und belegten nach der 1. Runde Rang 6.

2. Tag (Mi, 27.12.):

Am 2. Tag wurde eine Doppelrunde gespielt.

2. Runde (9.00 Uhr):

(4.) GSK (2104)  –  (13.) SV Empor Erfurt (1654) 5 – 1

Aufgrund des Eindruckes vom gestrigen Tage pausierte Michael, Jan rückte an Brett 5 auf und Martin kam an Brett 6 zum ersten Einsatz. Gegen einen sehr ersatzgeschwächten Gegner hatten wir keine Mühe, mit Ausnahme von Robert und Elena (beide remis) gewannen wir erwartungsgemäß an den übrigen Brettern mit 5 : 1 und belegten Rang 2 hinter Bochum.

3. Runde (15 Uhr):

In dieser Runde spielten die 4 führenden Mannschaften (Bochum, GSK, Leipzig je 4 MP und HSK = 3 MP) unter sich:

(1.) SG Bochum (2199) (2.) SC Leipzig-Gohlis (2162) 4 – 2
(6.) Hamburger SK (2087) (4.) GSK (2104) 3 – 3

Elena trennte sich bereits 90 Minuten vor der ersten Zeitkontrolle als erste mit Remis von ihrem Gegner. 15 Minuten später konnte Dennis den GSK an Brett 1 mit einem sehenswerten Angriff mit 1,5 : 0,5 in Führung bringen. Schon 5 Minuten später musste Jan an Brett 6 die Segel streichen und es stand wieder 1,5 : 1,5. Eine Stunde später (10 Min. vor der ersten Zeitkontrolle) konnte Robert den GSK wiederum mit 2,5 : 1,5 in Führung bringen. 15 Min. später steuerte Michael an Brett 5 pflichtgemäß das erlösende Remis bei, und es stand 3 : 2 für den GSK. Schumi musste sich aber nach hartem und verbissenem Kampf bis zum Schluss den 2 Mehrbauern des Gegners geschlagen geben, damit stand es 3 : 3.

Rangliste nach der 3. Runde:

1. SG Bochum 6 : 0 MP 13,0 BP
2. GSK 5 : 1 11,5
3. SC Leipzig-Gohlis 4 : 2 10,5
4. Hamburger SK 4 : 2 10,5
5. Lahnstein 4 : 2 9,0
6. Rosenheim 4 : 2 9,0
10. SG Porz 2 : 4 9,5

3.Tag (28.12.):

Am 3. Tag wurde nur eine Runde gespielt, deren Beginn auf unseren Antrag hin von 9.00 auf 13.00 Uhr verlegt wurde.

4. Runde (13.00 Uhr):

In der 4. Runde trafen die beiden Spitzenreiter aufeinander:

(4.) GSK (2104)  –  (1.) SG Bochum 31 (2199) 2,5 – 3,5

Der Deutsche Vizemeister, die SG Bochum 31, forderte den noch amtierenden Deutschen Meister U20 - 1999, den GSK, heraus. Der GSK hatte im Dezember 1999 den Bochumern in der letzten Runde die einzige Niederlage beigebracht und ihnen den schon sicher geglaubten Titel noch entrissen. Diesmal gingen die Bochumer sehr konzentriert zu Werke. Thomas Wyrwich an Brett 2 erzwang schon sehr früh (nach ca. 45 Min.) gegen Robert, der mit Weiß spielte und von Bochum als sehr stark eingeschätzt wurde, ein Remis. Das mit Abstand schwächste Bochumer Brett 6 mit Matthias Hahn riskierte nichts und trennte sich kurz danach mit Jan remis, damit stand es 1 : 1. An Brett 1 spielte der Jugendweltmeister U16 Leonid Kritz mit Weiß gegen Dennis. Dennis hatte die Stellung so dicht gemacht, dass sich beide auf remis einigten, damit stand es 1,5 : 1,5. Nun kam die Stunde der Bochumer. Zunächst gewann der Bochumer Markus Wyrwich an Brett 5 gegen Michael und erhöhte für Bochum auf 2,5 : 1,5. Um 16.55 Uhr (5 Min. vor der 1. Zeitkontrolle) war das Spiel entschieden. Der erst 15jährige Bochumer Ilja Zaragatski an Brett 3 holte gegen Schumi in einer glänzend geführten Partie den entscheidenden Siegpunkt für Bochum, damit stand es 3,5 : 1,5 gegen uns. Noch kurz vor der ersten Zeitkontrolle konnte Elena an Brett 4 durch einen Sieg gegen den Bochumer Jochen Dahm noch auf 3,5 : 2,5 verkürzen. Fazit: Die Bochumer haben verdient gegen uns gewonnen, wir hatten nicht den Hauch einer Chance.

Rangliste nach der 4. Runde:

1. SG Bochum 8 : 0 MP 16,5 BP
2. SC Leipzig-Gohlis 6 : 2 14,5
3. Hamburger SK 6 : 2 14,5
4. GSK 5 : 3   14,0
5. Delmenhorster SK 5 : 3 13,5
6. SG Porz 4 : 4 13,5

4. Tag (Fr. 29.12.):

Der 4. Tag sah wieder eine Doppelrunde vor.

5. Runde (9.00 Uhr)

Die 5. Runde bescherte uns wieder einen schweren Gegner, den SC Leipzig-Gohlis, den 2. der Rang- und Setzliste.

(4.) GSK (2104)  –  (2.) SC Leipzig-Gohlis (2162) 2,5 – 3,5

Rustem experimentierte erneut und ließ Michael wieder pausieren, dafür bekam Martin seine 2. Chance. Schon nach 1 Std. einigte sich Dennis mit Schwarz an Brett 1 auf remis. 20 Min. vor der 1. Zeitkontrolle gab Elena auf und wir lagen schon wieder mit 1,5 : 0,5 zurück. Dann das nächste Remis an Brett 6, Martin hatte in schwieriger Stellung gut gespielt, durch wenig Zeit konnte er die Stellung aber nicht mehr gewinnen, damit 2 : 1 für Leipzig. Anschließend konnte Jan an Brett 5 auf 2 : 2 verkürzen, ein kleiner Hoffnungsschimmer für uns. Jan hatte die Partie hervorragend gespielt, er war gut vorbereitet und hat das Endspiel sehr sicher abgewickelt (so der Kommentar von Rustem). Durch die Niederlage von Schumi an Brett 3 ging Leipzig wieder mit 3: 2 in Führung. Es spielte jetzt nur noch Robert. Seine Partie gegen Roland Voigt war sehr kurios. Vor der 1. Zeitkontrolle bot Robert bei schlechterer Stellung und ca. 40 Min. Zeitrückstand seinem Gegner Remis an. Dieser beobachtete die Partien seiner Mitstreiter und ließ sich rd. 40 Min. Zeit. Dann zog er weiter, so dass Robert zeitlich wieder gleichziehen konnte. In der Zeitnotphase beider Spieler entstand für Robert sogar eine Gewinnstellung. Leider konnte er die vorhandene Gewinnstellung nach der 1. Zeitkontrolle nicht verwirklichen, so dass die Begegnung letztlich remis endete und Leipzig knapp das Spiel mit 3,5 : 2,5 für sich entschied.

Nach dem alten Spielmodus (5 R.) wären wir als 7. nach Hause gefahren. Durch den erstmalig neuen Spielmodus (7 R.) hatten wir noch die Chance, aus eigener Kraft unseren Tabellenplatz zu verbessern.

Rangliste nach der 5 Runde:

1. SG Bochum 10 : 0 MP 21,0 BP
2. SC Leipzig-Gohlis 8 : 2 18,0
3. Delmenhorster SK 7 : 3 17,0
4. Hamburger SK 6 : 4 16,0
5. SC Meerbauer Kiel 6 : 4 16,0
6. Rosenheim 6 : 4 15,0
7. GSK 5 : 5   16,5
8. SG Porz 4 : 6 15,5

6. Runde (15 Uhr):

Die 6. Runde brachte für uns völlig überraschend ein Freilos (d.h. kampflos 2 MP und 6 BP). Wir konnten es gar nicht glauben, aber der Computer (oder die Schachgöttin Caissa) wollte es so. Einen Nachteil hat das Freilos natürlich für die einzelnen Spieler, denn die gewonnenen 6 BP werden nur auf das Mannschaftskonto, nicht aber auf das persönliche Brettpunktkonto der Spieler angerechnet. Damit verringert sich für die Spieler die Chance, jeweils Brettbester zu werden (aber davon waren wir außer Jan meilenweit entfernt).

Unsere Konkurrenten auf den zweiten oder dritten Platz spielten durch Punkteteilung auch noch für uns:

Delmenhorster SK SG Bochum 2 - 4
Hamburger SK SC Leipzig-Gohlis 3 - 3
SC Meerbauer Kiel SC Tamm 3 - 3
Lahnstein Rosenheim 3,5 - 2,5
SG Porz Erfurt 4 - 2

Rangliste nach der 6. Runde:

1. SG Bochum 12 : 0 MP 25,0 BP
2. SC Leipzig-Gohlis 9 : 3 21,0
3. GSK 7 : 5   22,5
4. Delmenhorster SK 7 : 5 19,0
5. Hamburger SK 7 : 5 19,0
6. SC Meerbauer Kiel 7 : 5 19,0
7. SG Porz 6 : 6 19,5

Die Stimmung im GSK-Lager stieg trotz der 2 knappen Niederlagen gegen Bochum und Leipzig wieder kräftig an. Bei einem Sieg in der 7. Runde konnten wir aus eigener Kraft (wegen unseres Vorsprungs von 3,5 BP) Dritter werden, bei einer (mehr theoretischen) Niederlage von Leipzig sogar Zweiter. Kaum zu glauben, was dann geschah!

5. Tag (Sa. 30.12. letzte Runde, Abreise):

Die Auslosung für die 7. Runde ergab folgende interessante Paarungen:

SG Bochum SC Meerbauer Kiel 4,5 - 1,5
SC Leipzig-Gohlis SG Porz 1,5 - 4,5 (!!!)
GSK Delmenhorster SK
SC Tamm Hamburger SK 2,0 - 4,0

7. Runde (9.00 Uhr):

(4.) GSK (2104)  –  (5.) Delmenhorster SK (2089) 3,5 - 2,5

Ein überraschender Auftakt, Robert bot seinem Gegner an Brett 2 schon nach 10 Min. Remis an (Robert war heute indisponiert, eine Erkältung plagte ihn), Delmenhorst nahm an, damit 0,5 : 0,5. Dann geschah ein kleines Wunder (auch ein Verdienst von Rustem), Michael an Brett 5 (selbst überglücklich) brachte uns nach 3 Std. Spielzeit mit 1,5 : 0,5 in Führung. Rustem hatte Michael wieder vor Martin den Vorzug gegeben, welch eine glückliche Hand von Rustem! Kurz danach spielte Dennis an Brett 1 (zum 4. Male mit Schwarz) Remis, damit 2 : 1 für uns. 20 Min. vor Spielende konnte Delmenhorst an Brett 3 gegen Schumi auf 2 : 2 verkürzen. Aber dann schlug die Stunde des GSK. 5 Min. später konnte Jan an Brett 6 auf 3 : 2 für den GSK erhöhen. Er machte es sich unnötig schwer und das Match wieder spannend, indem er einfach einen Läufer hingab, um die Stellung zu öffnen, aber zum Schluss reichte es doch noch für ihn. Den Sieg für den GSK musste nun Elena an Brett 4 sicherstellen. 10 Min. vor Spielende stand Elenas Gegner vor einem Springerverlust, daraufhin bot er Elena Remis an, die zu Rustem blickend annahm, obwohl sie die Partie nach ein paar Zügen gewonnen hätte, damit stand es 3,5 : 2,5 für uns. Das erste Ziel (3. Platz) war mit eigener Kraft erreicht. Aber dann machte uns die SG Porz - für alle überraschend - noch ein Geschenk und stieß den eigentlich verdienten Anwärter für den Vizemeistertitel, den SC Leipzig-Gohlis, mit einem berauschenden Sieg von 4,5 : 1,5 vom Treppchen. Damit war für den GSK der Weg zum Deutschen Vizemeister frei.

Voller Stolz und überglücklich nahm unsere Mannschaft bei der Siegerehrung den Vizemeisterpokal entgegen. Souverän und ungeschlagen mit 14 : 0 MP wurde die SG Bochum 31 Deutscher Meister. Die SG Porz belegte noch den 5. Platz.

GSK-Mannschaft bei der Siegerehrung

Der Deutsche Vizemeister, der Godesberger SK (v.l.):
Martin Raabe, Jan Kopp, Dennis Schumacher, Elena Kouznetsova, Michael Blum, Dennis Breder, Robert Philipowski und GM Rustem Dautov (MF und Trainer)

Sofort nach der Siegerehrung fuhren wir mit dem Taxi zum Bahnhof in Neumünster, um 16.42 Uhr ging es dann mit dem Zug nach Bonn zurück. Im Zug analysierte Rustem noch mit den einzelnen Spielern ihre Partie von der letzten Runde. Dann aber wurde nur noch »Berliner Vierer« gezockt, selbst Rustem musste mitspielen und sah gegen Dennis und Elena ganz schön blass aus. Kurz bevor wir in den Kölner Hauptbahnhof einfuhren (Schumi und Martin verließen uns hier und die Bonner mussten umsteigen), der Zug bremste schon kräftig, da musste ich sanften Druck auf die GSK-Zocker, die einfach nicht aufhören wollten, ausüben. Pünktlich gegen 22.41 Uhr traf der Rest der GSK-Truppe in Bonn-Hbf ein. Ein wenig wehmütig, weil alles schon wieder vorbei war, und mit vielen Wünschen für das neue Jahr und mit einem Dankeschön an Rustem gingen wir auseinander.

Tabelle: Endstand nach der 7. Runde
Rang Mannschaft DWZ-Ø S R V Man.P Brt.P
1. SG Bochum 31 2199 7 0 0 14-0 29.5
2. Godesberger SK 2104 4 1 2 9-5 26.0
3. Hamburger SK 2087 3 3 1 9-5 23.0
4. SC Leipzig-Gohlis 2162 4 1 2 9-5 22.5
5. SG Porz 2127 4 0 3 8-6 24.0
6. SG Pang/Rosenheim 1976 4 0 3 8-6 23.5
7. SV Turm Lahnstein 2031 4 0 3 8-6 20.5
8. Delmenhorster SK 2089 3 1 3 7-7 21.5
9. SC Meerbauer Kiel 2049 3 1 3 7-7 20.5
10. SV Empor Erfurt 1654 3 0 4 6-8 21.5
11. SK König Tegel 2007 2 1 4 5-9 21.0
12. SC Tamm 74 2081 2 1 4 5-9 20.0
13. Waldshut-Tiengen 1827 1 1 5 3-11 20.5

Alle Partien (252) gezippt zum Download:
ChessBase-Format (CBH) (28 KB)
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zuletzt geändert am 06. Februar 2001