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SVM-Viererpokal Viertelfinale
GSK II - Klub Kölner SF

28. Januar 2012 in Köln
 



Nachdem Dr. Uwe Schenk uns drei anderen aufgesammelt hatte, ging es in flottem Tempo ab nach Köln. Im Auto schauten wir uns an: Ein bisschen mulmig war uns schon. Der Gegner spielte in der zweiten Bundesliga. Das ist ja doch schon mal  etwas! Und wir vertraten jetzt also als GSK II den »ruhmreichen« GSK. Aber wieso hatte der keinen seiner titeltragenden Korophäen aufbieten können?

Erst einmal hatten wir uns jedoch über die Navigatorstimme zu wundern, die uns im allerschönsten Englisch erst herüber und dann wieder zurück über den Rhein lotste. Konnte das wirklich der kürzeste und schnellste Weg sein? Nichtsdestotrotz kamen wir pünktlich auf die Minute um 14 Uhr in dem Spiellokal an und wurden von der gegnerischen Mannschaft, die uns bereits erwartete, begrüßt.

Kaum hatten wir Platz genommen und die Stärke der jeweiligen Gegner (deren DWZ-Zahl die unsrige an den ersten beiden Brettern übertraf) zur Kenntnis genommen, da hatten wir auch noch die Mitteilung zu verarbeiten, dass eine Gesamtspielzeit von bis zu sechs Stunden vorgeschrieben sei.

Jetzt war es allerdings wahrscheinlich, dass es nicht nur ein anstrengender, sondern auch ein sehr, sehr langer Nachmittag werden würde: Aber mit welcher Taktik sollten wir spielen?

Wegen der entscheidenden Bedeutung des ersten Brettes für eine eventuelle Berliner Wertung und da mein Gegner am vierten Brett eine etwas schwächere DWZ-Zahl (unter 2000) besaß, war es offensichtlich, dass Jan Mantau und ich versuchen mussten, mit Weiß zu gewinnen. Während Jan in eine unübersichtliche Stellung geriet, die vermutlich kurzfristig verloren war, gelang es mir, mit meiner Spezialvariante gegen Nimzoindisch, die mein Gegner nicht kannte, ziemlich bald in Vorteil zu kommen. Bei Johannes Florstedt und Dr. Uwe Schenk war zu dieser Zeitpunkt noch keine Entscheidung in Sicht.

Nach knapp vier Stunden hatte mein Gegner die Partie verloren, nachdem er kurz vorher einen Zug, der ihm noch Chancen geboten hätte, ausgelassen hatte. Wenig später kreuzte Johannes in dem Analyseraum auf und sagte, er habe infolge eines groben Fehlers leider verloren. Fast gleichzeitig kam auch schon Uwe herzu und teilte mit, er habe in seinem Turmendspiel mit einem Mehrbauern keinen Gewinn finden können und deshalb notgedrungen Remis gemacht.

Jetzt hing alles von Jan Mantau ab. Wegen der Berliner Wertung musste er unbedingt gewinnen. Und siehe da! In der Zwischenzeit war es ihm gelungen, auch seinerseits in ein Turmendspiel mit einem Mehrbauern abzuwickeln. Das sah günstig aus: Und tatsächlich! Nach 5 1/2 Stunden Spielzeit musste sein Gegner die Fahnen streichen.

Das war noch mal gut gegangen! Die ad hoc zusammengestellte Mannschaft - jung und alt mit einem Altersunterschied von mehr als fünfzig Jahren: wo gibt es das sonst? - hatte sich zu einer überzeugenden Gesamtleistung aufgeschwungen. Die Heimreise erfolgte demgemäß problemlos und in bester Laune ...

Jochen Lehmensick

 

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zuletzt geändert am 7. Februar 2012