Am 4. Oktober spielten wir auswärts gegen Troisdorf 3. Mit Troisdorf 3 lieferten sich Teile unserer jetzigen Mannschaft bereits in der vergangenen Saison einen spannenden Aufstiegskampf, den die Troisdorfer nach einem Remis im direkten Aufeinandertreffen am letzten Spieltag für sich entscheiden konnten. Wir konnten glücklicherweise nachrücken und trafen somit gestern als Aufsteiger in der Bezirksliga wieder aufeinander. Diesmal gingen wir als Favorit ins Rennen: Im Durchschnitt war unsere Mannschaft etwa 75 DWZ-Punkte stärker aufgestellt.
Nachdem die ersten von uns gegen 10:35 Uhr in der gegnerischen Spielstätte eingetroffen waren, freuten sich die Gastgeber über etwas Mithilfe beim Aufbau – schließlich waren gleich zwei Troisdorfer Mannschaften am Start. Dabei verlor ich etwas die Zeit aus den Augen, weshalb nun ausgerechnet ich drei Minuten verspätet, um 10:53 Uhr, am vereinbarten Treffpunkt vor dem Spielgebäude eintraf. Beim Durchzählen stellte ich dann aber fest, dass wir bereits vollzählig waren. Wir konnten also in Ruhe unsere Plätze einnehmen und uns startklar machen.
Um 11 Uhr ging es dann los. Anders als am vorherigen Spieltag gab es diesmal keine Partie mit einem schnellen Ende. Auch nach zweieinhalb Stunden waren noch alle acht Bretter umkämpft, und an keinem Brett betrug der Materialunterschied mehr als einen Bauern.
Als Erstes endete wieder die Partie an Brett 1. David konnte seinen großen Raumvorteil aus der Eröffnung inzwischen verwerten. Lukas hatte zu diesem Zeitpunkt bereits den gegnerischen Fianchetto-Läufer getauscht, außerdem stand seine Dame bereits nicht weit vom gegnerischen König entfernt. Denis kontrollierte dafür die offene Linie und konnte dadurch den Druck weiter erhöhen. Wenig später wurden auch diese beiden Partien gewonnen. Damit hatten wir zu diesem Zeitpunkt bereits einen Vorsprung von drei Brettpunkten.
Ein wenig später musste ich mich dagegen geschlagen geben. Mein Gegner konnte im Mittelspiel Druck auf eine Bauernschwäche aufbauen. Mein Plan, den Bauern für Kompensation abzugeben, scheiterte leider an einem temporären Qualitätsopfer, das ich nicht berechnet hatte. Danach wickelte ich die Stellung in ein Turmendspiel mit einem Minusbauern ab, was ich falsch eingeschätzt hatte – die Stellung war bereits von Anfang an objektiv verloren.
Benjamin hatte zu diesem Zeitpunkt bereits ein gewonnenes Bauernendspiel mit einem Mehrbauern. Als ich aus dem Analyseraum zurückkam, gab es dann sehr gute Neuigkeiten für unsere Mannschaft: Benjamin und Niko hatten ihre Partien inzwischen gewonnen. Damit war der Mannschaftssieg bereits sicher.
Nun wurde nur noch an Brett 2 und Brett 5 gekämpft. Brett 2 war bereits recht übersichtlich: Noah hatte in einem Turmendspiel zwei Mehrbauern. Sein Gegner kämpfte jedoch bis zum Ende und konnte die Stellung mit einer taktischen Kombination noch in ein Patt retten.
Anders sah es an Brett 5 aus: Clemens hatte inzwischen ebenfalls zwei Mehrbauern und dazu einen konkreten Plan, der früher oder später zur Umwandlung geführt hätte. Nach insgesamt vier Stunden gab sein Gegner schließlich auf.
Das Endergebnis lautet damit 6½ : 1½ (21:11) – ein hoher und verdienter Sieg für unsere Mannschaft, die in der Tabelle inzwischen auf Platz zwei steht.
| Brett | SK Troisdorf 3 | 1745 | 11.0 : 21.0 | Godesberger SK 4 | 1821 |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Hahn,Jürgen | 1779 | 1 - 3 | Rasek,David | 1936 |
| 2 | Rattay,Kevin | 1774 | 2 - 2 | Müller,Noah | 1934 |
| 3 | Buchholz,Pascal | 1749 | 1 - 3 | Werning,Lukas | 1887 |
| 4 | Mertens,Etienne André | 1845 | 1 - 3 | Rassochin,Denis | 1837 |
| 5 | Heck,Ewald | 1804 | 1 - 3 | Moritz,Clemens | 1780 |
| 6 | Campos,Alberto | 1815 | 3 - 1 | Grimm,Jonatan | 1756 |
| 7 | Hallen,Daniel | 1685 | 1 - 3 | Grimm,Benjamin | 1754 |
| 8 | Schmidt,Ben | 1509 | 1 - 3 | Geuenich,Niko | 1686 |