Zum Auftakt der Saison spielten wir am 13. September gegen Empor Maulwurf. Da der Termin auf den Tag des offenen Denkmals fiel, stand uns für unser Heimspiel der Trinkpavillon leider nicht zur Verfügung. Dankenswerterweise ermöglichten unsere Gegner, dass wir den Spieltag in deren Spielstätte im Uniklinikum austragen konnten.
Unser Gegner war im Durchschnitt etwa 100 DWZ-Punkte stärker aufgestellt als wir, konnte aber dafür nur sieben Bretter besetzen – gute Voraussetzungen für einen spannenden Kampf. Unglücklicherweise ging das spielfreie Brett ausgerechnet an Benjamin, der extra für das Wochenende nach Bonn reiste, um unsere Mannschaft zu unterstützen. An dieser Stelle noch mal vielen Dank für den besonderen Einsatz!
Die erste Partie (Brett 1) endete bereits nach wenigen Minuten. David bekam von seinem rund 250 Punkte stärkeren Gegner ein Remisangebot, das er natürlich annahm. Dadurch hatte Benjamin nun auch einen passenden Spielpartner, schließlich war er ja gekommen, um Schach zu spielen. Fünf Minuten später war auch Brett 2 entschieden – Noah einigte sich mit seinem fast 100 Punkte stärkeren Gegner ebenfalls auf Remis. So stand unsere Mannschaft ziemlich schnell mit zwei Brettpunkten da. Es fehlten also nur noch zwei Brettpunkte aus den verbleibenden fünf Partien zum Mannschaftssieg.
Danach wurde aber erst mal über zwei Stunden lang konzentriert gespielt. Da ich auch sehr auf meine eigene Partie konzentriert war, konnte ich die anderen Partien nur grob mitverfolgen. Auf Brett 8 vereinfachte sich die Stellung mit der Zeit. Es wurde ein Bauernendspiel mit gleich viel Material und einem kleinen Raumvorteil für Weiß. Jason verwandelte die Stellung in ein sicheres Remis.
Meine eigene Partie (Brett 5) hingegen blieb taktisch kompliziert. Ich hatte in der Eröffnung zwei Bauern geopfert, um auf Kompensation zu spielen. Mein Gegner kam dafür nicht zur Rochade und musste sich ständig etwas einfallen lassen, um gegen meine deutlich aktiveren Figuren zu bestehen. Er verteidigte sich bislang aber gut – und das mit über einer Stunde Restzeit auf der Uhr, während ich nur noch zehn Minuten übrig hatte. Im 26. Zug gelang mir dann der Durchbruch: Der weiße König hatte einfach zu wenig Schutz, war ständigen Schachgeboten von Dame und Turm ausgesetzt und wurde dabei schließlich mattgesetzt.
Damit fehlte der Mannschaft nur noch ein halber Brettpunkt zum Sieg. Als Nächstes wurde Brett 4 entschieden. Die Partie sah über längere Zeit gar nicht schlecht aus für Weiß. Denis bekam seine Figuren gut ins Spiel, ließ dabei aber auch Gegenspiel zu und musste sich am Ende geschlagen geben.
Auf Brett 7 kam inzwischen etwas Bewegung ins Spiel. Niko war inzwischen in einem Springerendspiel und hatte bereits über längere Zeit einen Mehrbauern. Dann ging es auf einmal schnell: ein, zwei, drei, vier Mehrbauern für Schwarz. Niko spielte das Endspiel mit einer Engelsgeduld und bewegte seine Bauern langsam, aber sicher nach vorne. Als die Umwandlung irgendwann nicht mehr zu verhindern war, gab sein Gegner auf. Damit war der Mannschaftssieg sicher.
Nun verblieb nur noch Brett 3. Markus kämpfte bereits eine ganze Weile mit einem Turm und einem Mehrbauern gegen das gegnerische Läuferpaar. Am Ende konnte sein etwa 100 Punkte stärkerer Gegner jedoch die bessere Stellung verwerten.
Insgesamt können wir mit dem Ergebnis von 4½ : 3½ (17:14) sehr zufrieden sein. Damit stehen wir nach dem ersten Spieltag nun auf dem vierten Platz.
| Brett | Godesberger SK 4 | 1823 | 17.0 : 14.0 | Empor Maulwurf | 1925 |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Rasek,David | 1936 | 2 - 2 | Riemann,Claus | 2185 |
| 2 | Müller,Noah | 1934 | 2 - 2 | Altenburg,Wolfgang | 2021 |
| 3 | von Thadden,Markus | 1892 | 1 - 3 | Egner,David | 1968 |
| 4 | Rassochin,Denis | 1804 | 1 - 3 | Schwiemann,Uwe | 1931 |
| 5 | Grimm,Jonatan | 1756 | 3 - 1 | Fließbach,Klaus | 1858 |
| 6 | Grimm,Benjamin | 1754 | +/- | Stock,Karsten | 1846 |
| 7 | Geuenich,Niko | 1686 | 3 - 1 | Kautz,Stefan | 1826 |
| 8 | Spar,Jason | 2 - 2 | Wimmers,Stephan | 1764 |