Am vergangenen Sonntag trafen wir im heimischen Stadion auf den Vorjahreszweiten Schachfüchse Kempen, die ebenfalls wie wir nicht mit der stärksten Aufstellung in das Match gingen. Laut den Elozahlen waren wir zwar an 5 Brettern mit jeweils 100 Elos im Plus und somit sogar leichter Favorit, aber Zahlen sind bekanntlich in diesen Breiten auch nur Schall und Rauch.
Aufgrund meiner recht oberflächlichen Betrachtung der anderen Bretter, kann ich nur grob den Verlauf wiedergeben. An Brett 8 kam es früh zwischen Markus Schumacher und Martin Friemel zu einem Remis in der französischen Abtauschvariante. Nach etwa 2 Stunden sahen unsere Schwarzbretter 1, 3, 5 und 7 aus meiner Sicht recht ordentlich nach Ausgleich aus. An den Weißbrettern sah ich nur Jochen Dahm leicht im Vorteil, während ich Sebastians Stellung nicht einschätzen konnte und meine Partie sich in der Remisbreite befand. Etwa um die 4. Stunde hin, musste dann David seine Partie aufgeben, nachdem sein Gegner in einer sehr komplizierten taktischen Stellung die Übersicht behielt und sich mit seinem Angriff durchsetzen konnte. Ähnlich verlief Sebastians Partie gegen Michael Lettko, der in mittlerweile schwieriger Stellung das Matt übersah. Zwischenstand also 0.5:2.5. An Brett 1 konnte Jochen Wigger mittlerweile die Initiative übernehmen und Jochen Dahm hatte eine Qualität plus Stellung mehr auf dem Brett. Christian hatte sich auch eine schöne Massagestellung erspielt, die evtl. haltbar aber nur schwer spielbar für seinen Gegner war. Auch Martin Wecker hatte gegen Frank Heikaus mittels eines Bauernopfers am Damenflügel Druck auf den offenen Linien entwickelt. Meine Partie entwickelte sich zumindest optisch gut und so wurde ich wieder etwas optimistischer, dass wir doch nicht mit einer Niederlage in die Saison starten müssten. An meinem Brett 6 einigten wir uns dann auf Remis, nachdem ich einen möglichen kleinen Vorteil nicht genutzt hatte. An Brett 5 bei Martin einigte man sich nach wechselhaftem Verlauf ebenfalls auf ein Unentschieden und an Brett 2 konnte Jochen dann seine sehr gute Stellung souverän gewinnen. Stand 2.5:3.5 bei noch zwei vorteilhaften Schwarzpartien. Christian konnte dann seine Partie nach langem harten Kampf zu seinen Gunsten gestalten und jetzt hing alles an der letzten Partie von Jochen an Brett 1. Dass sein Gegner Michel Loheide recht talentiert ist, kann man u.a. daran ablesen, dass seine erste DWZ-Auswertung aus dem Jahre 2021 stammt und er in der letzten Saison bereits eine Performance von 2256 spielte. Leider konnte Jochen aus der zumindest optisch guten Stellung nach einer kleinen Ungenauigkeit nicht mehr als ein Remis herausholen und so ging der Mannschaftskampf letztendlich leistungsgerecht unentschieden aus.
Am nächsten Spieltag geht es zum Tabellenführer aus Porz und wahrscheinlich wird es dort eine erste Richtungsentscheidung geben, wohin die Reise in dieser Saison für unseren Verein gehen wird.
| Brett | Godesberger SK | 4 - 4 | Schachfüchse Kempen | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | FM | 2266 | Jochen Wigger | ½ : ½ | Michel Loheide | 2029 | |
| 2 | FM | 2214 | Jochen Dahm | 1 : 0 | Sebastian Theis | 2055 | |
| 3 | 2180 | Christian Friedrich Köhler | 1 : 0 | Thomas Ruprecht | 2024 | ||
| 4 | 2165 | Sebastian Brandt | 0 : 1 | Michael Lettko | 2020 | ||
| 5 | 2120 | Martin Wecker | ½ : ½ | Frank Heikaus | 2096 | ||
| 6 | 2114 | Klaus Rybarczyk | ½ : ½ | Christian Swemers | 1987 | ||
| 7 | 1926 | David Rasek | 0 : 1 | Udo Steingrobe | 1968 | ||
| 8 | 1844 | Markus Schumacher | ½ : ½ | Martin Friemel | |||