Aufstiegsträume wohl geplatzt

GSK2 verliert auch in Solingen

Nach unserer knappen, aber verdienten Niederlage gegen die Langenfelder Schachfreunde stand für die Zweitvertretung des GSK ein Auswärtsspiel gegen den Topfavoriten aus Solingen auf dem Programm. Dass das Spiel tatsächlich am Karnevalssonntag stattfinden würde, entlockte dabei so manchem Nichtschachspieler, dem ich davon erzählte, ein mitleidiges Lächeln.

Leider führte die skurrile Terminierung auch zu großen Personalnöten auf Godesberger Seite: Ausgerechnet zu einem der zwei wichtigsten Mannschaftskämpfe traten wir so schlecht besetzt an wie zu bislang keinem Mannschaftskampf in dieser Saison. Gegen nominell und objektiv starke Solinger entwickelte sich der Mannschaftskampf so von Beginn an zu einem Spiel auf ein Tor. Da ich von den anderen Brettern nicht viel mitbekommen habe und noch keinen Zugriff auf die Partien hatte, folgt hier nur ein kurzer Blick auf die erwähnenswerten Besonderheiten des Mannschaftskampfes:

Wolfram verlor leider relativ schnell gegen seinen gut aufgelegten Gegner. Erfreulich und sicherlich überraschend war hingegen das ungefährdete Remis von Peter Foitzik an Brett 8 mit den schwarzen Steinen gegen einen 400 Punkte stärkeren Gegner. Vielen Dank an dieser Stelle an Ersatzmann Peter fürs Aushelfen (und Fahren!).

Leider stand Michael zu diesem Zeitpunkt bereits auf verlorenem Posten und konnte auch später nicht mehr das Ruder rumreißen. Auch Ersatzmann Christof stand nach etwas anrüchiger Eröffnung im Mittelspiel zwar vielversprechend, verlor dann aber durch einen unglücklichen Einsteller seine Partie.

Durch den starken zwischenzeitlichen Anschlusstreffer durch Jan in einer hochkomplexen Partie am Spitzenbrett keimte nur kurzfristig Hoffnung auf, denn nach meinem hart erkämpften Remis musste unser dritter Ersatzmann im Bunde – Wolfgang Otto an Brett 7 – leider ebenfalls die Waffen strecken. Dass Johannes‘ spannende Partie gegen einen nominell klar stärkeren Gegner in einen Sieg für unseren Spieler mündete, war somit leider nur noch Ergebniskosmetik.

Durch die zweite Niederlage in Folge müssten wir im Aufstiegsrennen nun also auf Schützenhilfe hoffen. Gerade mit einer so geschwächten Personaldecke wie am letzten Sonntag sollten wir uns – anstatt vom Aufstieg zu träumen – allerdings wohl besser darauf konzentrieren, den dritten Platz zu sichern und eine nach wie vor hervorragende Saison zu einem versöhnlichen Abschluss zu bringen.

An dieser Stelle noch ein großes Dankeschön an die aushelfenden Spieler aus der Dritten (und Vierten).

Keno Lübsen

Veröffentlicht in GSK2, Mannschaft.

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